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AUSSTELLUNG „HOCH – FLACH –TIEF“

22. APRIL – 27.  MAI  IM MUSEUM THEO KERG

VERNISSAGE: SONNTAG, 22. APRIL 2018, 11 UHR

EINFÜHRUNGSREDNERIN: DR. MARIA LUCIA WEIGEL


ÖFFNUNGSZEITEN: Sa + So  1 4-17 Uhr, Mi 17 -19 Uhr u. n. V.




Margarete Lindau, Strahlenrauschen Roswitha Josefine Pape, Position of Trust Harald Priem, So long
Strahlenrauschen, 2017
aus Künstlerbuch
©Margarete Lindau
Position of Trust, 2015
© Roswitha Josefine Pape
So long! 2014
©Harald Priem

Die erste Gastausstellung des Jahres 2018 im Museum Théo Kerg bestreiten drei  in der Metropolregion lebende und arbeitende Künstler: Margarete Lindau, Roswitha Josefine Pape und Harald Priem, die sich den diversen drucktechnischen Verfahren widmen.

In ihren Arbeiten entwickelt Margarete Lindau einen vielfältigen Kosmos aus Linien. Manche Linien sind wie Aufzeichnungen eines Seismografen: Tempo und Energie des Zeichenprozesses werden wie Spuren ihrer selbst auf dem Papier notiert. Auf- und abschwellende Linien erinnern an lauter- oder leiser werdende Töne, weitere Linien sind bewegt, gekritzelt, zitternd. Scharf am Lineal gezogenen Linien sortieren sich zu Linienbündeln und breiten sich virtuell in den Bildraum aus. Auf anderen Zeichnungen und Drucken werden Abstraktionen von Landschaft oder Naturphänomene dargestellt: Explosionen, Bergmassive, Bewegungen von Wasser oder meteorologische Erscheinungen. In Lindaus Arbeitsweise verbinden sich Präzision und Reduktion, Kalkül und Spiel, bewusstes Setzen und Intuition.
(Text: Margaret Lindau)

Es ist die klassische Technik des Holzschnitts und die Abbildung der Realität, Portrait und Landschaftsdarstellung unter Anderem, die die Werke von Roswitha Josefine Pape auszeichnen.  Sie erweitert Ihr Repertoire mit Techniken wie Stencils, eine Schablonen Technik, die aus der Bewegung der Street Art kommt. Immer bleibt der Blick der Künstlerin skeptisch und kritisch gegenüber der sie umgebenden Wirklichkeit, der sie in ihrer Malerei und Druckgrafik durch die Hinzufügung von Schriftelementen in Frage stellt, und die den unbefangenen Betrachter irritieren und ihm dadurch eine weitere Ebene der Interpretation öffnen können.
* (Ausschnitt aus einem Text von Hartmuth Schweizer im Katalog R. J. Pape /Retrospektive/2016 im Kurpfälzischen Museum Heidelberg)

Es sind verlorene Orte, die der Künstler Harald Priem als Atelier- und Arbeitsräume nutzt. Wie ein Archäologe und Forscher nähert er sich seinem Gegenstand. Quelle und zugleich Lokalität seiner Bildfindungen sind meist „Unorte“, wie er sie selbst nennt, aufgelassene Brachen wie Fabriken, Depots oder Wohnhäuser, deren Hinterlassenschaften ihn anregen und teils direkt als Arbeitsmittel dienen. Es geht ihm nicht um Faktensicherung, sondern um eine poetische Übertragung der Einzigartigkeit, die jedem Ort anhaftet. Er sucht nach noch vorhandenen Gegenständen und Spuren vergangenen Lebens. Manche Fundstücke dienen ihm später als Stempelmodel für seine großformatigen Tuschearbeiten, die er als „Briefe“ bezeichnet, weil der Prozess des Eintauchens und Stempelns an das Schreiben mit Tusche und Feder erinnert.

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