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RNZ von Montag, 20. Mai 2019
Von skurril bis schlüpfrig
Poetry Slammer versetzten Zehntkeller-Publikum in Stimmung

Schriesheim.(kaz) Um 7 Uhr morgens in der Straßenbahn sitzen und nur „hässliche“ Gesichter sehen: Das hat wohl schon jeder mal erlebt. Stefan Unser nennt das, was die anderen bei der Fahrt mit dem Öffentlichen Nahverkehr tun, ganz einfach „eine Hackfresse ziehen“ und spinnt die Geschichte über schlecht gelaunte Menschen weiter. Bis hin zum wütenden Audi-Fahrer, der blinkt und hupt und auf das Lenkrad haut, wenn auf der Autobahn vor ihm ein kleiner Fiat Panda auf die linke Spur wechselt. Auch wenn der nur einen Lkw überholen will und dann wieder rechts einschert. Mit dieser„Situationsbeschreibung“ gewinnt der Mann aus Malsch bei Karlsruhe den fünften Poetry Slam in Schriesheim und damit den Schokoladenpokal samt einerTüte Gummibärchen.

Bei der Veranstaltung des Kulturkreises Schriesheim ist mit Jonathan Schrodt auch ein Lokalmatador ins Finale gekommen. In der dritten Runde hat er von vergessenen Personen erzählt, die nie in die Geschichte eingegangen sind oder wieder aus dem kollektiven Gedächtnis verschwanden, von den Leiden des jungen Bahnwärters (und nicht des Werthers) und von Kolumbus, dem Seefahrer und „verdammt schlechtem Navigator“, der irgendwann mit seinem Schiff vom Rand der Erde ins Weltall gekippt sein muss. Im Finale hat er es mit Flaschengeistern zu tun, die in einer Bierflasche wohnen. Auch eine kuriose Geschichte. Doch mit der reicht es dann nur für Platz drei.

Das Publikum kann mit den Jugendherberge-Stockbetten-Erinnerungen von Moritz Konrad aus Karlsruhe mehr anfangen. Bei ihm geht’s nämlich um Sex in so einem Bett, ja geradezu um eine Orgie. Diese habe er „verpasst“, indem er sich schlafend stellte, so der Slammer. Es gebe Menschen, die oben sind und welche, die alles von unten mit anhören müssten, klagt er. Apropos oben und unten, Erst- oder Letzt-Platzierter: Beim Poetry Slam spielt das keine Rolle.

Schon allein deshalb, weil die vorgetragenen Texte so gar nicht miteinander vergleichbar sind. Zwei Beispiele: Anna Teufel aus Karlsruhe macht in der dritten Runde ein lesbisches Liebeserlebnis zum Thema, bei dem sie damit kämpft, den Verschluss eines BHs zu öffnen, während der Kandidat Andivalnet aus Mannheim mit einem „Gedanken-Tagebuch“ vor das Publikum tritt. Dies mit Einträgen wie: „Es wäre voll gruselig, wenn Ameisen aufrecht gehen würden“. Oder: „Schildkröten sind die Konservendosen der Natur“. Was sich darauf bezieht, dass man die Tiere kochen und auslöffeln könne. Poetry Slam: Wer das nicht kennt, hat was verpasst. Man muss dabei gewesen sein, Tränen gelacht und auch das Gefühl gehabt haben, das Lachen könnte einem im Halse stecken bleiben.

So ein Abend ist ungeheuer vielfältig, man kann noch tagelang davon erzählen. Generell bleiben Geschichten, die Alltagssituationen beschreiben, nicht nur länger im Gedächtnis, sondern sorgen auch schon vor Ort für reichlich Applaus. Wobei die „Phon-Stärke“ des Publikums beim Poetry Slam der entscheidende Faktor ist. Neun Kandidatinnen und Kandidaten sorgten beim fünften Poetry Slam des Kulturkreises imZehntkeller jedenfalls für eine Super-Stimmung.
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RNZ von Samstag/Sonntag, 4./5. Mai 2019
Premiere für Lokalmatadoren
Mit Jonathan Schrodt und Manuel Scheuer nehmen zwei Schriesheimer am 5. Poetry Slam teil

Schriesheim. (nare) Wenn sich in Schriesheims Zehntkeller tiefgründige Texte mit humorvollen Vorträgen abwechseln, dann findet wieder ein Poetry Slam des Kulturkreises (KKS) statt – das nächste Mal am Freitag, 17. Mai. Dann lädt der KKS in Kooperation mit „Word up!“ zum fünften Mal zum Poetry Slam.

Bei der ersten Veranstaltung sei man noch unsicher gewesen, wie das Ganze in Schriesheim angenommen werden würde, da zu dieser Zeit viele noch nichts mit dem Begriff anfangen konnten, erinnerte sich Jochen Wähling, stellvertretender Vorsitzender des Kulturkreises, zurück. „Viele Besucher haben gar nicht gewusst, was auf sie zukommt.“ Doch schon nach der ersten Veranstaltung seien diese Zweifel aufgehoben gewesen. Das Publikum waren von den kurzen, abwechslungsreichen Textvorträgen begeistert.

Seither hat sich der Poetry Slam inSchriesheim etabliert und ist zu einem Selbstläufer geworden. „Wir sind jedes Mal zwei Wochen vor der Veranstaltung ausverkauft, und ohne wirklich groß Werbung dafür zu machen“, erklärte Pressesprecher Dieter Weitz stolz. Und auch für den kommenden Slam seien nur noch Restkarten verfügbar. Doch nicht nur bei den Zuschauern in Schriesheim kommt der Slam im Zehntkeller an. Auch der Kooperationspartner „Word up!“ ist inzwischen von dem Konzept begeistert.

Anders als bei den Slams in Heidelberg hatte sich der Kulturkreis entschieden, den Zehntkeller nicht nur zu bestuhlen, sondern auch mit Tischen zu versehen, an denen die Zuhörer ihre traditionelle „Slammerwurst“ essen können.

„Da gibt es keine Vorgaben“ „Wir übernehmen die gesamte Organisation, ,Word up!’ unterstützt uns mit jahrelangem Know-how und stellt für uns die Slammer zusammen, die schlussendlich im Zehntkeller ihren Auftritt haben“, erklärte Weitz die Arbeitsteilung.

Und mit den neun Slammern, die in diesem Jahr die Stimmung im Zehntkelle rsteigen lassen sollen, hat Frank Habrik wieder ein bunt gemischtes Feld zusammengestellt. Neben Teilnehmern aus der Region haben sich auch einige auf einen weiteren Weg nach Schriesheim gemacht. Richard König aus Tübingen zum Beispiel, oder auch Adina Wilcke aus Wien. Während manche der Wortartisten schon bei vorherigen Slams in Schriesheim dabei waren, feiern einige bei der fünften Ausgabe ihre Premiere im Zehntkeller. So auch Lokalmatador Jonathan Schrodt, der wie Mit-Teilnehmer Manuel Scheuer im Schriesheimer Friedrich-Hauß-Studienzentrum wohnt.

„Ich war zwar schon bei einigen Slams von ,Word up!’ dabei, aber in Schriesheim ist der Kommende mein erster“, sagte er. Und dafür hat der Mathematikstudent sogar zwei neue Texte geschrieben, die an diesem Abend Premiere feiern werden. Und er verriet auch schon, dass beide seiner Texte in die komödiantische Richtung gehen würden. Das Genre können sich die Slammer selbst aussuchen. „Thematisch ist der Slammer völlig frei, da gibt es keine Vorgaben“, erklärte Christian Glocker, der beim Kulturkreis für die Organisation zuständig ist.

„Und genau diese Abwechslung gefällt mir: Man weiß nie, was einen als Zuhörer als nächstes erwartet“, fand Wähling. „Die Vielfalt ist das Tolle daran.“ Kulturkreis-Vorsitzende Gabriele Mohr-Nassauer freute sich ebenfalls darüber, dass sich dieses Veranstaltungsformat in Schriesheim inzwischen etabliert hat. „Im Nachhinein hat man immer etwas zu erzählen, und dieTexte bieten immer viel Diskussionsbedarf, das finde ich außergewöhnlich“, lobte sie.

Info: 5. „Word up!“ Poetry Slam, Freitag, 17. Mai, um 20 Uhr im Zehntkeller.
Wer noch Tickets für die Veranstaltung erwerben möchte, sollte schnell sein. Restkarten gibt es im HandWerk, Heidelberger Straße 24,oder per Mail unter karten@kk-schriesheim.de.
Der Eintritt kostet 11 Euro, für Ermäßigte und Mitglieder de sKulturkreises 6 Euro.
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5. Poetry Slam in Schriesheim

Am Freitag, 17. Mai um 20 Uhr findet der nächste Poery Slam im Zehntkeller in Schriesheim statt.


Einlass: um 19:00 Uhr

Mit dabei sind:
Richard König (Tübingen), Adina Wilcke (Wien), Stefan Unser (Malsch), Andivalent (Mannheim), Moritz Konrad (Karlsruhe), Laura Gommel (Heidelberg), Jonathan Schrodt (Schriesheim), Anna Teufel (Karlsruhe), Manuel Scheuer (Schriesheim).

Special Guest:
Frank Albersmann (Liedermacher)

Moderation: Grohacke

Musik: Frank Albersmann

Eintritt (Sitzplätze): 11,- € / 6,- € (ermäßigt und Mitglieder des KKS)

Vorverkauf:HandWerk, Heidelberger Str. 24
oder per E-Mail an karten@kk-schriesheim.de

Kulturkreis Schriesheim e.V. in Kooperation mit Word Up!
WWW.KK-SCHRIESHEIM.DEwww.wordup-hd.de

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Bilder zur 1. Sonderausstellung

   
Fotos: © Uwe Barth 2019
   
Fotos : Hans Waldenmayr
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FEUILLETON der RNZ von Freitag, 3.Mai 2019
Dimension des Unsichtbaren
Die Künstlerinnen Pilar Colino und Nicola Barth eröffnen poetische Bildräume im Museum Théo Kerg in Schriesheim

Von Julia Behrens
„Treppe ins Ungewisse“, „Bitte um Weltweite“, „Verlassene Orte“ – so und anders klingen die Werktitel in derpoetischen Gemeinschaftsausstellung „Räume, die keine sind“ von Nicola Barth und Pilar Colino im Museum Théo Kerg in Schriesheim.

Die Kuratorin und Leiterin des Hauses, Lynn Schoene, kennt beide Künstlerinnen schon lange und zeigt ihre Bilder und Zeichnungen nun zum ersten Mal im Dialog. Obwohl sich Pilar Colino eher gegenständlich orientiert und Nicola Barth vor allem abstrakt arbeitet, verbindet sie, dass sie sich auf besondere Weise mit der Spannung zwischen den realen Gegebenheiten des architektonischen Raums und den fiktionalen Dimensionen des gemalten Raums auseinandersetzen.

Nicola Barth studierte Germanistik, Theater- und Filmwissenschaften in Frankfurt und entdeckte dann später –durch die Entwicklung und Beschäftigung mit unterschiedlichen Textformen und Erzählstrukturen – auch die Bildsprache für sich. Mit ihrer teils fließend, teils gestisch eingesetzten Malerei, schafft sie, wie sie selbst sagt, Momentaufnahmen von Entwicklungsprozessen.

Und die Arbeiten, die in Schriesheim vor allem in erdigem Braun, mineralischem Anthrazit und leuchtendem Grün in Erscheinung treten, wirken tatsächlich so, als seien sie in einer Art raumartiger und zeitlicher Ausdehnung begriffen und als solche nur ein Ausschnitt übergeordneter Zusammenhänge.

Auch in ihrer digitalbearbeiteten Foto-Reihe „Wesen in Räumen, die keine sind“ löst Barth sämtliche Koordinaten auf: Von Figuren bleiben nur Schemen, von Interieurs höchstens Fragmente. Bewusst verleiht die Künstlerin dem Umsichtbaren Nachdruck, in dem sie Sichtbarkeit ausradiert.

Bei Pilar Colino ist auf den ersten Blick mehr zu „erkennen“, da die gebürtige Spanierin eigene Aufnahmen von Landschaften, Gebäuden und Objekten per Siebdruck in ihre Gemälde und Collagen überträgt. In variantenreicher Schichtung kombiniert Colino, die sich nach einem abgeschlossenen Jurastudium für die Kunst entschied, Darstellungen von alten Bauernhäusern, verfallenen Minen oder stillgelegten Fabriken mit einer dynamischen Malerei in gebrochenen Farben. Gerade im Vordergrund schwingen und kreuzen sich oft Linien, die an Rohre oder Leitungen erinnern. Sie bilden einen Kontrast zu den mit Geschichte behafteten Orten auf der Leinwand und verleihen dem Ganzen eine surreale Note.

In ihrer neuen blaufarbigen Bilder-Serie, die Pilar Colino speziell für die Ausstellung in Schriesheim geschaffen hat, entwirft sie eine weniger divergente Atmosphäre, spielt aber mit dem Gegensatz zwischen Innen und Außen: Pittoreske, frei stehende Fassaden oder Möbel, die verloren in der Landschaft sitzen, markieren ihrerseits „Räume, die keine sind“.

Info: „Pilar Colino – Nicola Barth. Räume, die keine sind“; bis 2. Juni.
Museum Théo Kerg, Talstraße 52, 69198 Schriesheim.
www.kk-schriesheim.de
Mi 17-19 Uhr, Sa/So 14-17 Uhr
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Schriesheim - Das Kerg-Museum zeigt Bilder von Barth und Colino

Alles, bloß nicht abstrakt

02. Mai 2019

„Räume, die keine sind“ – das ist der Titel der neuen Ausstellung im Museum Théo Kerg. Bei jedem Kunstliebhaber setzt das Assoziationen frei. Man fragt sich: Welche Botschaft möchten die beiden Künstlerinnen Pilar Colino und Nicola Barth damit übermitteln? Zahlreiche Besucher taten genau das zur Ausstellungseröffnung am Sonntag.

Begrüßt wurden sie von Lynn Schoene, der Leiterin des Museums Théo Kerg, die für ihr gutes Händchen bei der Auswahl der Künstler bekannt ist: „Die beiden Künstlerinnen hierher einzuladen, kam aus einem Bauchgefühl heraus“, gestand sie. Kennengelernt habe man sich in der Kunstakademie in Salzburg und sich seitdem nie mehr aus den Augen verloren. Schoene war zwischen 2005 und 2009 in Salzburg als Assistentin tätig.

Den ungewöhnlichen Titel der Ausstellung nennt die Kunsthistorikerin Maria Lucia Weigel, die das interessierte Publikum in die Ausstellung einführte, ein Paradox: „Räume sind einerseits umbaute Einheiten, die bewohnt werden und die ein Zuhause bieten. Gehen sie verloren, ist der Mensch schutzlos.“

Ebenso gegensätzlich wie der Titel wirken zunächst auch die Werke der beiden Künstlerlinnen. Erst bei näherer Betrachtung zeigt sich etwas Verbindendes.

Die Bilder von Nicola Barth – teils auf Papier, teils in Form von Künstlerbüchern – sind Kompositionen von Formen und Farben. Lässt man sie auf sich wirken, erzählen sie eine Geschichte. Das ist von Barth auch so gewollt: „Bild und Sprache sollen in einer abstrakten Weise ineinandergreifen“, erläuterte sie.

Barth lehnt es aber entschieden ab, ihre Bilder „abstrakt“ zu nennen. Für sie sind sie „nicht gegenständlich“. Ihre Arbeiten seien Momentaufnahmen und durchliefen verschiedene Entwicklungsprozesse: „Nichts bleibt, alles ist im Fluss“, so beschrieb Barth es selbst. Ihre Bilder nennt sie Ausschnitte aus diesem Prozess. Schönheit sei dabei nicht so wichtig.

Siebdruck als Kunsttechnik

Die spanische Künstlerin Pilar Colino hingegen zeigt in der Ausstellung einen Kontrast von gegenständlichen und abstrakten Elementen, die sich miteinander verbinden. Kunsthistorikerin Weigel erklärte, dass Colino vor allem die Siebdrucktechnik anwende: Dabei werden Siebe mit lichtempfindlichen Substanzen beschichtet, mit fotografischen Motiven belichtet und anschließend ausgewaschen, erläuterte Weigel.

Künstlerin Colino liebt es, zu entfremden. So ragen Bergspitzen nach unten, Sitzelemente stehen einsam und verlassen inmitten einer Wüstenlandschaft oder Treppen führen ins Nirgendwo. Mehr als beeindruckend ist eine Serie von Bildmotiven, die eine verlassene Goldmine darstellen, die von riesigen Rohrelementen durchzogen ist und sich wie ein Geflecht über die gegenständliche Bildstruktur legen. Unwillkürlich kommt hier die Frage auf: Was ist real und was ist verfremdet?

Die Ausstellung im Kerg- Museum ist noch bis zum 2. Juni zu sehen. greg

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 02.05.2019
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RNZ von Montag, 29. April 2019
Gewolltes Unbehagen
Großer Andrang bei Vernissage zur Ausstellung „Räume, die keine sind“ – Verschiedenheit der Künstlerinnen kam bei Besuchern gut an
Schriesheim. (krs) „Räume, die keine sind“: Unter diesem philosophisch an-mutenden Titel lockten die Werke der Künstlerinnen Pilar Colino und Nicola Barth zur Vernissage in das Museum Théo Kerg. Schon der paradoxe Ausstellungstitel verrät, dass die Kunst sich auch auf der Metaebene abspielt. Colino und Barth stellen das Verständnis von Räumen und Räumlichkeit infrage.

Was ist überhaupt ein Raum? „Clouds, das sind auch Räume, die keine sind“, warf Barth ein und zeigte damit, wie breit dasThema angelegt ist. Die Heidelberger Kunsthistorikerin Maria Lucia Weigel hielt die Laudatio für die beiden Künstlerinnen, auch Bürgermeister Hansjörg Höfer war dabei. In ihrer Laudatio ging Weigel auf das Titelparadoxon ein: „Räume sind einerseits umbaute Einheiten, andererseits wird das Wort auch abstrakt benutzt, wir sprechen dann von Lebensräumen oder Gestaltungsspielräumen.“ Während sich in Räumen ein Sicherheitsgefühl beim Menschen einstelle, weiche dieses in Räumen, die keine sind, dem Unbehagen.

Eine Treppe, die ins Nichts führt, ein Sessel im Nirgendwo oder eine Farbe, die einen Ausschnitt von etwas nicht Eindeutigem zeigt: Die ausgestellten Kunstwerke beeindrucken in ihrer Unter-chiedlichkeit. Diese Verschiedenheit der beiden Künstlerinnen, brachte LynnSchoene, die Leiterin des Kerg-Museums, dazu, sie für die Ausstellung zu gewinnen. „Ich kannte die Werke der beiden, und sie sind unterschiedlich. Aber ich hatte dennoch das Gefühl, dass daraus ein Dialog entstehen könnte“, sagte Schoene und fügte mit zufriedenem Blick an: „Es war ein Wagnis, das sich sehr gut entwickelt hat.“ Colino und Barth besuchten beide jeweils verschiedene Kurse bei Schoene, daher entstand die Idee einer gemeinsamen Ausstellung. Später stellte sich heraus, dass Colino und Barth schon vor fünf Jahren einmal zusammen ausstellten. Barth fertigt ihre Werke gern mit Öl und Acryl, Colino verwendet Siebdruck und arbeitet gerne mit Papier: „Mischt man die reale Welt mit der abstrakten, entstehen ganz verrückte Dinge“, sagt sie.

Die Mischung der Künstlerinnen kam gut bei den Besuchern der gut besuchten Vernissage an. „Ich finde es beeindruckend. Die Siebtechnik, die im Hintergrund in den Bildern untergebracht ist, lässt eine besondere Tiefe entstehen“, schwärmte Viktoria Roenick. Marcea Lauer fand: „Die Ausstellung ist vielfältig und auch Leute, die nicht so viel Kunstwissen haben, verstehen, dass sie hier echte Kunst sehen.

“Die gebürtige Spanierin Colino widmete sich nach ihrem Studium der Rechts-wissenschaften in Valencia der Kunst. IhreWerke zeigen einen Kontrast von gegen-ständlichen und abstrakten Elementen,die in ein Bild voller Spannungen münden. Barths Werke sind gegenstandslos. Bevor sie sich gänzlich dem künstlerischen Schaffen widmete, arbeitete sie im schriftstellerischen Bereich. „Es geht um einen Entwicklungsprozess auf Ebenen“, erklärt sie ihre Werke. Wenn sie male, könne es immer weitergehen, tut es aber nicht. Es gehe nicht darum, ob es schön oder nicht schön sei, sondern darum, den Moment des „Cuts“ abzubilden.

Info: „Räume, die keine sind“ ist bis Sonntag, 2. Juni, mittwochs von 17 bis19 Uhr und am Wochenende von 14 bis17 Uhr im Kerg-Museum zu sehen.
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RNZ von Samstag/Sonntag,27./28. April 2019
Ständig in Bewegung
Pilar Colino und Nicola Barth zeigen im Museum Théo Kerg „Räume, die keine sind“ – Künstlerinnen stellen erstmals zusammen aus

Von Günther Grosch

Schriesheim. „Räume, die keine sind“, ist die aktuelle Ausstellung von Pilar Colino und Nicola Barth überschrieben, die am Sonntag, 11 Uhr, im Museum Théo Kerg offiziell eröffnet wird. Obwohl sich beide Künstlerinnen „nur entfernt kennen“, sagt Museumsleiterin Lynn Schoene, wohne beiden in ihrer jeweils „kuriosen, aber spannenden Art und Weise, in der sie ihre ganz eigenwillig faszinierenden Scheinwelten erschaffen, dennoch eine Art Gemeinsamkeit inne“. In unterschiedliche Kategorien ordnet Nicola Barth ihre nicht-gegenständlichen Arbeiten ein.

.Zum einen seien dies „Momentaufnahmen von Entwicklungsprozessen“ und „etwas, was sich in einem fortwährenden Fluss“ befindet. „Nichts bleibt, alles ist ständig in Bewegung“, beschreibt die Geisteswissenschaftlerin und „Philosophin ohne Wörter“ selbst ihre Arbeiten. Aus dieser fortwährenden Bewegung heraus nehme sie sich die Freiheit, einen „Ausschnitt einzufrieren“, währenddessen alles andere in der weiteren Form ihrer Ausdehnung weitergeht.

Ursprünglich von der Sprache herkommend, wovon Bildtitel wie „Schrift-sprachversuche“, „Spacewalktalks“ und „Luftmaschengedankenfäden“ Zeugnisgeben, hat Barth bereits vor gut einemVierteljahrhundert in der vorwiegend gegenstandslosen Malerei eine für sie stimmigere Ausdrucksform gefunden. Daneben bedient sie sich aber auch anderer künstlerischer Mittel wie der bild-manipulierten Fotografie nicht gegenständlicher Objekte oder dreidimensionaler Arbeiten, wenn der Inhalt die hierzu erforderlichen Mittel fordert.

„Etwas zeigt sich und verschwindet wieder“, beschreibt Barth die künstlerische Ebene einer „Milchdurchlässigkeit“, auf der sie sich bewegt. Ob in Öl oder Acryl: Die aus Mölln in Schleswig-Holstein kommende Künstlerin fühlt sich in beiden Malarten zuhause. In Öl könne sie sich länger bewegen, sagt sie. Acryl benötige die eher spontane und gestische Momentaufnahme.

Hinzu gesellt sich eine „geistvolle Metaebene“, in der sich Barth bewegt. „Etwas steht hinter dem, was der Mensch im ersten Moment wahrnimmt“, beschreibt sie dieses „feingeistige Etwas“, wenn sich eine Person „in Räumen befindet und wiederfindet, die eigentlich keine Räume sind“.

In einem Dialog unterschiedlichster Technik befindet sich die in Castellon geborene Spanierin Pilar Colino. Nach einem Erststudium der Rechtswissenschaften in Valencia wandte sie sich der Kunst zu. Studierte an der Städel-Abendschule in Frankfurt und beteiligte sich an Akademiekursen in Salzburg, Bad Reichenhall, Traunkirchen und Augsburg. Zu ihren Lehrern zählten unter anderem Markus Lüpertz, Hermann Nitsch und die Zhou Brothers.

Colino zeigt Bilder, denen eine ausgeprägte Dynamik nicht abzusprechen ist. Linien und Pinselstriche scheinen sich permanent in Bewegung zu befinden. Aus einem dynamischen Pinselduktus heraus entwickelt Colino aus abstrakten und flächenartig angelegten Farbspuren plastisch differenzierte Raumschichten, die eine große Tiefe in sich tragen.

Hinzu kommen in neueren Arbeiten fotografische Fragmente, in die sie Hinweise auf die reale Welt integriert. Röhren biegen sich um alte Häuser, Türen und Tore ohne Räume dahinter, Förderbänder einer stillgelegten Fabrik legen ein nostalgisches Flair über das Sujet. Wohnräume mit Tisch und Sessel verzaubern in blaues Licht getauchte imaginäre Landschaften.

„Diese werden damit surreal verklärt, erscheinen geheimnisvoll oder voller Melancholie“, erklärt die Künstlerin ihre dahinter stehenden Botschaften. Außerdem rufen Collagen als über dem eigentlichen Bildhintergrund drapierte Stoffelemente Neugierde zum Ergründen des „Dahinter“ des verhüllenden Schleiers hervor. „Ich drucke, verstecke Teile eines Motivs und sorge damit für Überraschungen“, sagt Colino. Und offenbart, dass das Ganze am Ende auch bei ihr selbst immer wieder für Überraschungen sorgt: „Ist schön, nicht gewollt, aber kann so bleiben“

Info: Kulturkreis Schriesheim, Pilar Colino und Nicola Barth: „Räume, die keine sind“
Vernissage am Sonntag,28. April, 11 Uhr im Museum Théo Kerg, Talstraße 52. Ausstellungsdauer bis 2. Juni
Öffnungszeiten: mittwochs 17 bis 19 Uhr; samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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RNZ von Mittwoch,10. April 2019
Haltung statt Stil
100 Jahre Bauhaus: Die erste Kulturkreis-Matinée des Jahres stand ganz im Zeichen der berühmten Kunstschule
Schriesheim.(nare) „Rund 70 Prozent der Deutschen gehen immer noch davon aus,dass es sich beim Bauhaus nur um einen Baumarkt handelt“, eröffnete Josef Walch, emeritierter Professor für Didaktik der Kunsterziehung der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, am Sonntagvormittag seinen Vortrag im Museum Théo Kerg.

Dass es sich beim Bauhaus allerdings noch um etwas ganz anderes handelt,wussten die kunstbegeisterten Zuschauer, die sich zahlreich im ersten Stock des Museums eingefunden hatten, nur zu gut. Mitreferent Jochen Hörisch konnte denSchriesheimern allerdings gleich noch eine Information mit auf den Weg geben,die die meisten bis dahin noch nicht kannten:Nämlich, dass der Begründer der berühmten Baumarktkette, Heinz-Georg Baus, in Schriesheim aufgewachsen ist.

Doch dieser Einwurf des emeritierten Professors für Germanistik, Literatur- und Medienwissenschaft der Universität Mannheim, sollte die letzte Anmerkungrund um den Baumarkt sein, denn die erste Matinée des Kulturkreises Schriesheim im neuen Jahr stand ganz im Zeichen der berühmten Kunstschule. Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses hatten Walch und Hörisch einen Vortrag mit dem Titel„ 1919– 2019, 100 Jahre Bauhaus ... oder die Kathedrale des Sozialismus“ vorbereitet.

Sehr informativ und immer mit einer Portion Humor vermittelten die beiden Redner den Besuchern allerhand Wissenswertes über die Kunstschule, die zwar nur 14 Jahre bestand und doch bis heute die Geschichte prägte. Die Besonderheit der Schule lag damals darin, dass das Bauhaus erstmals eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk dargestellt habe, erklärte Walch. Wie provokativ das Ganze zur Zeit der Gründung des Bauhauses war, wurde schnell deutlich, als Hörisch das „Bauhhaus-Manifest“ verlas. „Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau“, war in dem von Walter Gropius aufgesetzten Werkbereits im ersten Satz zu lesen. Das Wort Handwerk sei der Schlüsselbegriff des gesamten Manifests, fasste Hörisch zu-sammen und machte damit deutlich, wie sehr sich das Bauhaus zur damaligen Zeit von allen anderen Kunstformen abhob,die man bis dahin kannte. Und dies mochte auch aus einem Zitat von Gropius hervor gehen, welches Walch gleich zu Beginn seiner Präsentation vortrug: Nämlich, dass das Bauhaus kein Stil, sondern eine Haltung sei.

Begleitet wurde der Vortrag von vielen eindrucksvollen Bildern, die den Zuhörern die Arbeits- und Wirkungsweisen der renommierten Schule für angewandte Kunst, Design, Architektur und Päd-agogik noch ein Stückchen näher brachten.

So könnten Bilder beispielsweise dazu beitragen, mit einem Vorurteil aufzuräumen, das viele Menschen gegenüber dem Bauhaus immer noch hätten. Bis heute würden viele die Verknüpfung herstellen, dass das Bauhaus immer weiß sei

Aber: „Bauhaus war immer bunt“, erklärte Walch. Und wie viele Bauhaus-Gebäude es in der Umgebung zu bestaunen gibt, konnte der Kunstexperte ebenfalls festhalten: In Mannheim seien es etwa 50 Bauten, in Heidelberg dagegen nur drei.
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Matinée im Museum Théo Kerg: 7. April, 11:00 Uhr

„1919 – 2019, 100 Jahre Bauhaus …oder die Kathedrale des Sozialismus“

Veranstaltung mit Prof. Josef Walch und Prof. Dr. Jochen Hörisch

Jochen Hörisch Josef Walch
Prof. Dr. Jochen Hörisch Prof. Josef Walch
Foto: Jutta Lothschuetz

Die junge Weimarer Republik im Jahr 1919 ächzte noch unter den Auswirkungen des verlorenen Weltkriegs – die Zeit war geprägt von sozialen Missständen, Unruhen und einer gewissen Richtungslosigkeit der Menschen. Man suchte nach neuer Orientierung – im Leben, in der Arbeit, in Handwerk und Kunst. Deshalb verwundert es nicht, dass sich gerade in dieser politischen, sozialen und psychologischen Konstellation vieles, was noch nie da war, was nach vorne gerichtet schien, was die Geschehnisse der zurückliegenden Jahre ein Stück weit in den Hintergrund drückte, entwickeln konnte. In dieser Umgebung, getrieben von seinen weltanschaulichen Ansichten, setzte der Berliner Architekt Walter Gropius die Vereinigung von „…Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Handwerk zu einer neuen Baukunst“ um. Das BAUHAUS entstand und gilt nach wie vor global als eine der renommiertesten avantgardistischen Kunsthochschulen, als Heimstätte modernistischer Strömungen auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur: 1919 in Weimar, weiter über Dessau, Berlin und Europa in die Welt!

Ergo steht das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses im Fokus der diesjährig ersten Matinée-Veranstaltung im Museum Théo Kerg am 7. April um 11:00 Uhr (ein Tag nach Eröffnung des neuen Bauhaus-Museums in Weimar!). Josef Walch, Künstler und em. Professor für Didaktik der Kunsterziehung sowie Jochen Hörisch, em. Professor für Germanistik, Literatur- und Medienwissenschaft, werden mit ihrem rund 90-minütigen Dialog über die einflussreichste Bildungsstätte in der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert für einen hochinteressanten, anregenden und unterhaltsamen Sonntagvormittag sorgen – an dem ebenfalls die Frage, warum sich gerade Schriesheim in Verbindung mit dem Théo-Kerg-Museum als besonders geeignetes Forum für diese Thematik empfiehlt, aufgelöst wird…

Der Eintritt beträgt 5,00 € (KKS-Mitglieder, SchülerInnen und StudentInnen: 3,00 €). Nur Tageskasse!

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RNZ von Samstag/Sonntag,9./10. März 2019
"Dem Betrachter eine heilsame Tür zu sich selbst öffnen"
Cornelia Komor zeigt ihre Werke in Schriesheim – Mathaisemarkt-Ausstellung lockt stets zwischen 3000 und 4000 Besucher an
Schriesheim. (nip) Saftiges Grün, strahlendes Blau, leuchtendes Gelb, sattes Rot und zartes Pastell: Die frühlingshafte Mathaisemarkt-Ausstellung mit rund 40 Werken von Cornelia Komor, ist ein probates Mittel gegen anhaltenden Winterblues. Geeignet auch für alle, die gerne das Detail im Bild entdecken, nach Auffälligem und Verborgenem suchen. DerTitel der Werkschau „...und was siehst Du?“ ist eine Aufforderung an den Betrachter in Anlehnung an das bekannte Kinderspiel. „Ich wün-sche Ihnen, dass Sie mit kindlicher Spielfreude durch diese Ausstellung gehen und Verborgenes entdecken“, sagte Gabriele Mohr-Nassauer namens des veranstaltenden Kulturkreises Schriesheim. Die traditionsreiche Bilderschau gilt als inoffizielle Eröffnung des Mathaisemarkts, die jährlich zwischen 3000 und 4000 Besucher anzieht.

Es war auch gestern zur Eröf-nung proppenvoll im Haus der Feuerwehr, das über die Zeit des Mathaisemarkts zur Plattform für Kunstinteressierte wird. „Ich hoffe,dass das Gelb der Farben von Cornelia Komor als Sonne über dem Mathaisemarkt strahlt“, wünschte sich Bürgermeister Hansjörg Höfer als Schirmherr der Ausstellung. Die Werke der Künstlerin, die in Ladenburg lebt und arbeitet, sollen Inseln der Ruhe sein, so wünscht sich das die gebürtige Stuttgarterin.

Für die Weinhoheiten der Stadt, die etwas aufgeregt die Vernissage als letzten offiziellen Termin vor ihrer Abkrönung wahrnahmen, sei das eine gute Gelegenheit, sich zu sammeln, sagte Sophie Koch. „Es ist eine schöne, eine farbige Schau“, fand Kuratorin Lynn Schoene, die mit Komor eine langjährige Freundschaft verbindet. Kurz streifte sie die Vita der Künstlerin, die in Augsburg Kommunikationsdesign und in München Malerei studierte. Nach einem kurzen Ausflug in die bunte Welt der Werbung, obsiegte die Leidenschaft für die Malerei.Ausstellungen im In-und Ausland unterstreichen ihre Kreativität und ihre Professionalität.

Den Begriff der „nichtgegenständlichen prozessualen, situativen Malerei“ hat Komor selbstgeprägt. Farbgebungen und Ausdrücke seien dabei in „letzter Instanz der sichtbare Ausdruck emotionaler Befindlichkeit“,und geben dem Betrachter die Freiheit, sich selbst zu finden. „Wie herum man ein Bild von Cornelia Komor aufhängt, kann man daher selbst entscheiden“, sagte Schoene. Der Titel „...und was siehst Du?“, sei bewusst gewählt, um sich einzulassen auf die Stimmungen in den Bildern, auf die Intensität der Farben und Komors fiktive Landschaften. Die Künstlerin schwelge in Nasstechnik, in Farben, Tuben und Spachteln. Verschiedene Materialien sorgen für spannende Strukturen; die bemerkenswerte Tiefe in der Fläche entsteht zumeist aus Übermalungen alter Bilder. Kunst, so sagte Schoene, sei immer auch ein Prozess „zwischen Kampf und Reife“.„Mit meinen Arbeiten möchte ich keinem meine Weltsicht auferlegen, vielmehr dem Betrachter eine heilsame Tür zu sich selbst öffnen“, sagt Cornelia Komor. Musikalisch putzmunter untermalten Musikschulleiter Olaf Weithäuser und sein Saxofon-Ensemble „55 Names“ die gestrige Vernissage.

Info: Geöffnet ist die Ausstellung im Haus der Feuerwehr bis Sonntag, 17.März, immer samstags von 9 bis 12 Uhr, onntags von 11 bis 18 Uhr und Montag, Dienstag und Freitag von 16 bis19 Uhr.
Am Sonntag, 10. März, ist die Ausstellung während des Festumzugs von 13 bis 16 Uhr geschlossen.
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RNZ von Freitag,15.Februar 2019
Ladenburgerin präsentiert Oasen der Ruhe
Malerin Cornelia Komor zeigt 40 Werke bei Mathaisemarkt-Kunstausstellung – Betrachter sollen im Feuerwehrhaus Entdeckungen machen
Von Nicoline Pilz
Schriesheim. Das größte Werk, das Cornelia Komor bei der Kunstausstellung zum Mathaisemarkt präsentieren wird, zeigt auf 80 mal 130 Zentimetern eine Landschaft in Grün- und Blautönen, in der man gerne versinken würde. Und das würde die in La-denburg lebende und arbeitende Künstlerin freuen: „Ich möchte gerne, dass man bei meinen Bildern zur Ruhe kommen kann. Sie sollen für jeden kleine Oasen sein“, sagt sie im Pressegespräch.

Rund 40 Bilder in der von ihr bevorzugten Acryl-Mischtechnik wird Cornelia Komor während des Mathaisemarkts imHaus der Feuerwehr ausstellen – eine „frühlingshafte“ Schau, wie sie anmerkt. Kuratorin Romy Schilling nickt: „Das wird eine schöne, eine sehr farbige Ausstellung, auf die ich mich sehr freue. Sie wird die Besucher mitnehmen und beseelen. “ Komor und Schilling verbindet eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit.

Als Komor 2002 im Domhof in Ladenburg eine Ausstellung mit sieben Künstlern organisierte, empfahl ihr jemand Romy Schilling als Laudatorin. Seitdem ist der Kontakt eng und kommt nun dem Kulturkreis Schriesheim mit Museum Théo Kerg als Veranstalter der traditionsreichen Kunstausstellung zum Mathaisemarkt entgegen. Beziehungsweise vor allem den Besuchern, jährlich zwischen 3000 und 4000, wie Geschäftsführerin Carla Schoenmakers feststellt.

Unter der Überschrift „... und was siehst Du?“ bietet die Werkschau unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hansjörg Höfer in diesem Jahr eine Spielwiese zur Bewusstseinsschärfung, um inden nichtgegenständlichen Bildern nachVerborgenem und Nuancen zu suchen und Details zu finden. Jeder Betrachter wird dabei andere Entdeckungen machen und Unterschiedliches bemerken. Kunst, die Freiräume schafft. Erfahrungsgemäß, so Komor, entwickelten sich daraus Dialoge mit Besuchern. Das Feuerwehrgerätehaus könnte in der Zeit der Ausstellung also durchaus zur Kommunikationsplattform für Kunstinteressierte werden.

„Malerei begleitet mich schon mein ganzes Leben lang“, sagt Komor. Ihre Großväter haben offenbar künstlerisch-kreative Gene und den Blick für ästhetisches Design vererbt. Seit 2002 präsentiert die gebürtige Stuttgarterin und diplomierte Kommunikationsdesignerin ihre abstrakten Werke in zahlreichen Einzel-und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Vor circa zehn Jahren war sie bereits mit einer Ausstellung bei „Schriesheim im Wandel“ dabei.

Die Mathaisemarkt-Kunstausstellung2019 umfasst mit „... und was siehst Du?“rund40ihrerGemälde.„Ichbinsicher,dassdas Ganze erfolgreich sein wird“, sagtSchilling. Nach einer zeitlich begrenztenAbstinenz ist Kulturkreis-VorsitzendeGabriele Mohr-Nassauer glücklich, dassSchilling für den Verein reaktiviert wer-den konnte und die Werkschau kuratiert.

Info: Musikalisch begleitet das Saxofon-Ensemble „55 Names“ um Musikschulleiter Olaf Weithäuser dieVernissage am Freitag, 8. März, um 17Uhr im Haus der Feuerwehr.
Geöffnet ist sie dann bis Sonntag, 17. März, immer samstags von 9 bis 12 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr und Montag, Dienstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr. Am Sonntag, 10. März, ist die Ausstellung während des Festumzugs geschlossen.
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Mathaisemarkt
Kunstausstellung

im Haus der Feuerwehr Schriesheim

Schirmherr: Bürgermeister Hansjörg Höfer
Kuratorin: Romy Schilling
Plakat zum downloaden: hier ...

Cornelia KOMOR
„...und was siehst Du?“

Cornelia Kormor, Lichtregen 

„Sprechende“ Bilder

„Ich sehe was, was Du nicht siehst… und was siehst Du?“ – ein altes, bekanntes Kinderspiel zum Zeitvertreib. Man saß irgendwo herum, „scannte“ die Umgebung ab, identifizierte ein vielleicht unauffälliges oder außergewöhnliches Detail, eine kuriose Farbe oder bizarre Formgebung, um dann den Mitspieler aufzufordern, dieses „Etwas“ ebenfalls zu finden: geradezu ein Appell, die Augen zu öffnen für Dinge, die vorher belanglos waren, das Bewusstsein für eine Nuance aus dem Großen und Ganzen zu schärfen. Und exakt dies verfolgt auch die diesjährige Mathaisemarkt-Kunstausstellung!
Cornelia Komor setzt mit ihren abstrakten, farbexplosiven, im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Werken nachhaltige Impulse für das offene Auge des Betrachters, fordert ihn förmlich auf, ihre Bildsprache nachzuempfinden - um ihn vielleicht zu einer für ihn gültigen Antwort auf die Frage „… und was siehst Du?“ zu bewegen
. Die rund 40 Exponate in Acryl-Mischtechnik, alle käuflich zu erwerben, tragen Namen wie „Lichtregen“, „Expression“, „Hitzkopf“, „Früchtebecher“, „Staubwolke“ oder „Das weite Land der Seele“ – also: es gibt viel zu suchen UND zu finden!

Cornelia Komor

Die in Stuttgart geborene Malerin und diplomierte Kommunikationsdesignerin lebt und arbeitet in Ladenburg. Nach dem Abitur studierte sie Malerei und Zeichnen bei Hans Seeger in München und anschließend an der Hochschule für Gestaltung in Augsburg Malerei bei Hermann Waldenburg, Ovis Wende, Joachim Palm und Jonas Hafner sowie Illustration bei Otti Uhlig. Im Anschluss daran arbeitete sie u.a. in München und Hamburg als Art-Direktorin an großen internationalen Werbeagenturen.
Bereits als Kind fand Cornelia Komor im Malen und Zeichnen ihr erklärtes Faszinosum. Ihre Bilder sind spontan und entwickeln sich meist erst während der Auseinandersetzung mit der Leinwand, dem Thema und der Idee. Kräftige Farben und grafische Formen sind ebenso ein Thema wie das sensible Auseinandersetzen mit Fundstücken und Naturmaterialien. Durch die Begeisterung für das Material probiert sie immer Neues aus und will sich keiner Richtung zuordnen lassen.

Eröffnung am 8. März um 17 Uhr mit musikalischer Begleitung von Olaf Weithäuser und seinem Saxofon-Ensemble "55Names"

Bis 17. März 2019: Samstags 12-19 Uhr, sonntags 11-18 Uhr
Montag, Dienstag, Freitag 16-19 Uhr

Am Sonntag, 10. März, während des Umzugs zwischen 13 und 16 Uhr geschlossen.

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„Mensch ärgere Dich“ - Soloshow mit Jean-Phillipe Kindler
am 23. Februar 2019 im Zehntkeller


Jean-Philipe Kindler

Letzten November gewann er in Zürich während eines fünftägigen Festivals mit fast 200 Teilnehmern und 15.000 Besuchern den Titel des deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisters! Jean-Phillipe Kindler, zurzeit einer der erfolgreichsten Künstler in der Wortakrobaten-Szene, macht während seiner aktuellen Tournee mit dem abendfüllenden Soloprogramm „Mensch ärgere Dich“ auch einen Stopp in Schriesheim.

Am 23. Februar 2019 wird er im Zehntkeller ab 20:00 Uhr „Poetry, Politics & Performance“ mit einer Mischung aus präziser Slam-Lyrik, Sprechgesang, Comedy-Elementen und Kabarett humorvoll „bearbeiten“.

Vorverkauf der Tickets (15,- Euro) im „HandWerk - Craftbeer und Kaffee“ (Heidelberger Straße 24) und über karten@kk-schriesheim.de.
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RNZ von Mittwoch,09.Januar 2019
Wenn Mozart für Gitarre gemacht scheint
Heike Matthiesen begeisterte bei Dreikönigsmatinee des Kulturkreises im „Goldenen Hirsch“

Schriesheim. (RNZ) Mozart mit Kompositionen für Gitarre? Eine ungewöhnliche Vorstellung. Weniger der Salzburger Meister selbst als vor allem berühmte Gitarristen des beginnenden 19. Jahrhunderts waren es, die mit ihren Transkriptionen für das sechssaitige Instrument die damaligen Publikumswünsche bedienten – und diese Idee Realität werden ließen.

Denn wer in den Salons vor 200 Jahren „Musik hören wollte, musste sie entweder selber machen, in die Oper gehen oder einen Musiker engagieren“, erklärte Gitarristin Heike Matthiesen beim Neujahrsempfang des Kulturkreises im Gasthaus „Zum Goldenen Hirsch“ am Sonntag. Und dies seien damals oft romantisch geprägte Gitarristen gewesen.

Dass diese Verbindung auch heute noch beeindruckend gut klingt, bewies die Ausnahmegitarristin im ausverkauften Saal des Gasthauses. Nach einem Konzert mit Kompositionen aus dem klassisch-spanischen Repertoire Anfang 2018, bei dem sie bereits mit einer Mozart-Komposition aus der „Zauberflöte“ überrascht hatte, wurde auch der zweite Auftritt Matthiesens in Schriesheim vom begeisterten Publikum mit lang anhaltendem Applaus begleitet.

Am Sonntag präsentierte sie zehn Variationen verschiedener Komponisten über Themen aus den Mozart-Opern „Cosi fan tutte“, „Die Entführung aus dem Serail“ und „Don Giovanni“ sowie Schubert-, Chopin- und Beethoven-Transkriptionen für Gitarre – ohne große Show, dafür aber mit hoher Präzision und Einfühlungsvermögen. Zum wiederholten Mal zeigte Matthiesen damit, dass ihr Lieblingsinstrument keineswegs nur in die Folklore-Schublade gehört.

Damit war der Vormittag jedoch noch nicht beendet, denn die Dreikönigsmatinée, inzwischen schon eine traditionelle Veranstaltung des Kulturkreises, stand erstmals unter dem Motto „Musik und Kulinarik“.

Menüs aus der Küche des „Hirsch“- Restaurants rundeten für etwas mehr als 50 Gäste, die diese vorab dazugebucht hatten, die Matinée perfekt ab.
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Schriesheim Dreikönigs-Matinee des Kulturkreises

Sehnsucht nach dem Frühlingserwachen

07. Januar 2019

„Für die schnellen Läufe braucht es nur Übung. Aber für die langsamen Passagen braucht man eine Portion Courage und keine Angst vor dem Ton.“ Wenn Sologitarristin Heike Matthiesen solche Rezepte vorstellt, hört sich das alles ganz einfach an. Doch tatsächlich zog sie ihr Publikum bei der gestrigen Dreikönigsmatinee des Kulturkreises (KKS) mit ihrer Kunst derart in den Bann, dass die Zuhörer atemlos lauschten.

Ihre sanfte und bisweilen spritzige Spieltechnik, verbunden mit einem einfühlsamen Spielstil, fesselte die Zuhörer im vollen Saal des Restaurants „Hirsch“. Entfachte sie im zurückliegenden Jahr andernorts mit Flamencorhythmen das spanische Feuer, so verzauberte sie ihre Fans jetzt mit Werken klassischer Komponisten wie Mozart, Chopin oder Schubert - Werk und Instrument in ungewohntem Zusammenklang.

Als KKS-Schatzmeister Christian Glocker einen unvergesslichen Vormittag ankündigte, versprach er nicht zu viel. „Ich bin mehr als beeindruckt, ich bin einfach überwältigt“, bekannte Renate Weisbrod aus Mannheim am Ende des Konzerts. „Es ist einfach unglaublich, welche Klangfarben sie aus ihrem Instrument heraus gezaubert hat“, schwärmte eine weitere Besucherin.

Zu Mozarts Zeiten steckte die sechssaitige Gitarre allerdings noch in den Kinderschuhen, erzählte die Künstlerin. Spätere Werke wurden bearbeitet, wie das lyrische „Fischermädchen-Liebesbotschaft-Ständchen“ von Franz Schubert, das eine Sehnsucht nach Frühlingserwachen anklingen ließ, ebenso wie die sechs Variationen von Joseph Kreutzer (1790-1840), „Wer ein Liebchen hat gefunden“. Selbst ein Beethoven-„Andante“ hatte auf der Gitarre ein gewisses Etwas.

Die Variationen zu Mozarts „Zauberflöte“, die die Pariser Komponistin Athenais Paulian um 1820 für Gitarre konzipierte, seien bis vor drei Jahren noch nicht veröffentlicht worden, berichtete die Künstlerin und bekannte: „Für mich ist dieses Stück auch so etwas wie eine persönliche Premiere.“ Weitere Interpretationen ihre Werke sollen dieses Jahr folgen. Dramatisch wurde es beim „Preludio de Chopin“, das der gebürtige Pole während eines Winteraufenthalts in Spanien schrieb. Er habe damals geäußert, „schöner als eine Gitarre klingen zwei Gitarren.“

Die Matinee begann mit Mozarts „Don Giovanni“, und mit dieser großen Oper endete sie auch. Und zwar mit der Arie „Reich mir die Hand, mein Leben“, brillant für Gitarre gesetzt von dem in Polen geborenen Jan Nepomucem de Bobrowicz (1805-1881); seinerzeit ein Wunderkind auf der Gitarre, bewunderte auch Franz Liszt sein „hoch virtuoses Spiel“, das im Gitarrensatz wirkungsvoll zur Geltung kam. So ließen die Zuhörer Matthießen nicht ohne eine Zugabe von der Bühne. Und noch einmal kam „Don Giovanni“ zu Wort, dieses Mal in einer Fassung von Paganini. Während manche Zuhörer noch ganz von der Musik ergriffen den Heimweg antraten, klang der Vormittag für die anderen schließlich mit einem opulenten Menü im Gastraum aus. greg

© Mannheimer Morgen, Montag, 07.07.2019
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Auftakt 2019: Dreikönigsmatinee mit Musik und Kulinarik…

Konzertgitarristin Heike Matthiesen wieder in Schriesheim

Die national und international gefeierte Ausnahmegitarristin Heike Matthiesen, die ihr Publikum zum Jahresauftakt 2018 mit bezaubernden Kompositionen aus dem spanisch-romantischen Repertoire faszinierte, konnte für die Dreikönigsmatinee des kommenden Jahres (im Saal des Gasthauses „Zum Goldenen Hirsch“, Sonntag, 6. Januar 2019, 11:00 Uhr) nochmals gewonnen werden! Die Künstlerin wird mit hinreißenden Mozartvariationen und -fantasien klassische Gitarrenmusik auf höchstem Niveau präsentieren.

Die traditionelle Jahresauftaktveranstaltung des Kulturkreises steht darüber hinaus erstmals unter dem Motto „Musik und Kulinarik“. Köstliche Menüs aus der Küche des Hirsch-Restaurants werden den festlichen Rahmen des Konzerts genial ergänzen. Der Ticketvorverkauf über das Gasthaus „Zum Goldenen Hirsch“ oder unter karten@kk-schriesheim.de läuft bereits (Konzert ohne Kulinarik: 15,- Euro / Konzert mit Kulinarik: 40,- Euro).
Plätze im Restaurant sind mit der Menübuchung bzw. mit der Wahl der Menüfolge reservierbar.
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RNZ von Donnerstag, 20.Dezember 2018
Wenn Mozart und Flädlesuppe zusammentreffen
Dreikönigsmatinée des Kulturkreises vereint Klassik und bürgerliche Küche – Konzertgitarristin Heike Matthiesen wieder dabei

Schriesheim. (kum) „Musik und Kuli-narik“: Das ist das Motto der kommenden Dreikönigsmatinee am Sonntag, 6. Januar, um 11 Uhr. Schon seit rund zehn Jahren startet der Kulturkreis Schriesheim (KKS) mit einem kulturellen Höhepunkt ins neue Jahr: Nach dem durchschlagenden Erfolg 2018 kehrt die national und international gefragte Konzertgitarristin Heike Matthiesen nach Schriesheim zurück, diesmal in den Saal des Gasthauses „Goldener Hirsch“. Bei der vergangenen Matinee gab sie einen Einblick in den Spanischen Barock. Matthiesen selbst war begeistert von der Veranstaltung und vom Publikum: „Manche Konzerte, wie dieses, spielen sich einfach von selbst.“

Im Januar widmet sie sich mit „Mozartvariationen“ Werken aus dem deutschsprachigen Raum, darunter bekannte Namen wie Mozart, Schubert und Beethoven. Auch wenn die großen Meister der Wiener Klassik wenig explizit für Gitarre komponiert hätten, so inspirierten sie ihre Zeitgenossen, die deren Werke für Gitarre umschrieben. Durch die Interpretation auf einem anderen Instrument erhielten die Stücke eine ganz andere Wirkung. Gitarre werde zumeist in eine Folklore- Schublade gesteckt, mit diesem Programm zeige sie aber, dass auch die Gitarre „richtige“ Klassik spielen könne. Ihre Auftritte sieht Matthiesen deshalb als „Bot- schafter-Arbeit“ für ihr in der Klassik wenig gewürdigtes Instrument.

Komplettiert wird die kom- mende Dreikönigsmatinee durch den kulinarischen Aspekt. Nach dem Konzert können Gäste bei einem zusätzlich buchbaren Drei- Gänge-Menü aus der gutbürgerlichen Küche des „Goldenen Hirschs“ entspan- nen, an dem auch Matthiesen teilnehmen wird. Das Kontingent dafür ist jedoch be- grenzt: Von den knapp über 50 Plätzen fürs Menü seien nach einer Woche Vor- verkauf bereits über die Hälfte weg, sagt Dieter Weitz, Sprecher des KKS.

Info: Die Dreikönigsmatinee „Musik und Kulinarik“ findet am Sonntag, 6. Januar um 11 Uhr im „Goldenen Hirsch“, Heidelberger Straße 3-5, statt.
Karten sind im Vorverkauf im Gasthaus sowie per E-Mail an karten@kk-Schriesheim.de erhältlich.
Besuch der Matinee allein: 15 Euro.
Matinee und Menü: 40 Euro.
Ein Tisch im Restaurant ist mit der Wahl der Menüfolge reservierbar.
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